Montag, 9. November 2009
Erfreuliches vom Schicksal
Es gibt ja auch schöne Dinge, die das Schicksal in unsere Leben schickt. Zum Beispiel meinen Stinker. Der ist das tollste Schicksal der Welt. Auch wenn er auch ein Schlag war. Denn geplant hatte ich mein Familienleben eigentlich mich Ehe und Haus und Arbeit und all diesen Dingen, die man mit 19 Jahren "spießig" finden sollte. Und pötzlich kam es anders. Mein Freund und ich trennten uns noch bevor ich von Stinker in mir wusste. Ein Haus gab es (zum Glück) nicht, nur eine siffige Etagenwohnung im Kleinstadt Hochhaus.

Knapp 9 Monate lag es auf meiner Brust, schmierig und blutig, schrumpelig und gesünder als erwartet. Mein Schicksal Sohn. Er schaute mich mit großen blauen Augen an, die so weise in die Welt blickten, dass man an einen alten Greis denken musste. Er schrie nicht wie andere Babys, er schaute nur wie ein 80 Jähriger zu mir auf, scannte mein Gesicht und legte sich schmatzend auf meine linke Brust um friedlich einzuschlafen.

Hiermit einen lieben Dank ans Schicksal, das es wohl gut mit mir meinte als es mir diesen Baby-Greis schickte!

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